Analyse-Methodik

Allgemein

  • Was genau ist die Analyse zum Ist-Zustand?

    In dieser Analyse werden Primärenergiebedarf, Endenergiebedarf, CO₂-Emissionen, Stranding-Zeitpunkte und Komfort-Parameter mittels Simulationen ermittelt.

    Die Analyse erfolgt auf Grundlage eines 3D-Simulationsmodells und hochaufgelösten dynamischen Ganzjahressimulationen.

    Für die Analysen werden keine Verbrauchsdaten benötigt.

  • Welche Berechnungen/Analysen werden durchgeführt?
    • Flächenberechnungen nach DIN 277 auf Basis des 3D-Simulationsmodells
    • Baukostenberechnungen nach DIN 276:2018-12 (Kostengruppen 300 + 400) auf Grundlage des 3D-Simulationsmodells
    • Betriebs- und Lebenszykluskosten (einschließlich Reinvestitionen + Instandhaltung, Inflation, Energiepreissteigerungen usw.) nach DIN 18960
    • Energiesimulationen auf der Grundlage detaillierter bauphysikalischer Simulationsalgorithmen für Wärmeübertragung, Strahlung, Konvektion, Luft- und Feuchtigkeitstransport, Lichtverteilung und Wasserströme
    • Detaillierte Profile für Belegung und Beleuchtung für verschiedene Gebäudenutzungsarten
    • Zeitliche Auflösung der Energiesimulationen: 365 Tage im Jahr, 10-Minuten-Zeitschritte
    • Standortspezifische stündliche Wetterdaten (einschließlich Außenlufttemperatur, Außenluftfeuchtigkeit, Luftdruck, Bewölkungsgrad, Windrichtung und -geschwindigkeit, Niederschlag, kurzwellige Strahlung, atmosphärische und terrestrische langwellige Gegenstrahlung, usw.)
    • Tiefe Integration der leistungsstarken Simulationsengine EnergyPlus
    • Detaillierte ganzjährige Komfortsimulationen: Tageslicht, thermischer Komfort und Luftqualität
    • Zeitliche Auflösung der Komfortsimulationen: 365 Tage im Jahr, 60-Minuten-Zeitschritte
    • Tageslichtkomfortsimulationen nach WELL- und LEED-Standard auf Basis von Radiance (Raytracing-Engine).
    • Thermische Komfortanalysen gemäß ASHRAE 55:2010 und EN ISO 7730
    • Raumluftqualitätsanalysen nach Eurofins, WELL, LEED IEQ Credit 3.2 und BNB BN 3.1.3
  • Welche Ergebnisse sind in den Analysen von Metabuild enthalten?
  • Wie werden Flächenberechnungen durchgeführt?

    BGF und IPMS2 via 3D-Modell, NUF und WF über Standardfaktoren pro Zone approximiert.

     

    Die Flächen werden pro Stockwerk ausgegeben und nehmen Bezug auf die Grundrisse, die wir von Ihnen zur Modellierung erhalten hatten.

    Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

    • Der Fokus unserer Leistungen ist die energetische Analyse und Optimierung des Gebäudes.
    • Entsprechend üblicher BIM-Standards modellieren wir hierfür standardmäßig auf einem LOG 200 (“Level of Geometry 200“) auf Grundlage der gelieferten Grundrisse.
    • Die Flächenermittlungen dienen daher vorrangig als Bezugsgrößen für Energiewerte und können ein umfassendes Flächenaufmaß zu Vermietung-/Verkaufszwecken selbstverständlich nicht ersetzen.
  • Wo sehe ich die Brutto und Nettoflächen der Stockwerke?

    Die Flächen der Stockwerke finden Sie im 3D-Modell. Dazu müssen Sie die Funktion „Open Viewer“ verwenden und dann in die jeweilige Stockwerksansicht gehen.

  • Wie werden U-Werte ermittelt / berücksichtigt?

    Bei Metabuild werden die U-Werte für alle Bauteile anhand detaillierter Bauteilaufbauten und der hinterlegten Wärmebrückenzuschläge berechnet.

  • Werden Wärmebrücken berücksichtigt?

    Wärmebrücken werden pro Bauteil mittels pauschaler Wärmebrückenzuschläge hinterlegt. Dabei werden Baualtersklassen berücksichtigt.

  • Werden Winde (Windstärken, Windverwirbelungen) bei den Analysen berücksichtigt?

    Die Parameter Windrichtung und Windstärke im Jahresverlauf werden in unseren Simulationen für die energetischen Analysen berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf konvektive Wärmeübertragung an einzelnen Fassaden und die natürliche Belüftung. Um spezifische lokale Windverwirbelungen oder Mikroklima-Effekte zu erfassen, sollten separate Strömungssimulationen (CFD-Simulationen) eingesetzt werden.

  • Mit welchen Standortdaten arbeitet Metabuild?

    Wir nutzen direkt die Daten von tausenden Wetterstationen weltweit. Für jedes Projekt wird der Standort definiert und für diesen werden wiederum die mittleren stündlichen Wetterdaten der nächstgelegenen Wetterstation gezogen.

    In den Datenreihen sind enthalten:

    • Sonnenstände
    • Außenlufttemperatur
    • Außenluftfeuchte
    • Luftdruck
    • Bewölkungsgrad
    • Windrichtung und -geschwindigkeit
    • Niederschlag
    • Globalstrahlung
    • Atmosphärische und terrestrische langwellige Gegenstrahlung

    Mit diesen Daten geht Metabuild dann in die Simulationen, die in einem 10-Minuten-Takt (“Timestep 6”) über 365 Tage im Jahr durchgeführt werden und damit eine extrem hohe Auflösung bieten.

  • Was machen die Berechnungen von Metabuild valide?

    Zu den Energieanalysen:

    • Der von uns verwendete Simulationsengine EnergyPlus wird seit über 20 Jahren entwickelt, kam bereits in tausenden Projekten zum Einsatz und wird regelmäßig in wissenschaftlichen Studien überprüft.
    • Es handelt sich um die zuverlässigste Technologie für dynamische Gebäudesimulationen, die derzeit verfügbar ist.
    • Im LEED-Nachhaltigkeitssystem ist EnergyPlus das Mittel der Wahl zum Nachweis der Gebäudeperformance.

    Zur Kostenermittlung:

    • Wir gleichen unsere Ergebnisse regelmäßig mit Kunden und Partnern ab und passen unsere Kostendatenbank fortlaufend an.
    • Bei den Baukostenermittlungen liegen wir üblicherweise innerhalb eines Korridors von +/- 15 % der Erwartungswerte unserer Kunden.
    • Damit bewegen wir uns bereits auf dem Niveau einer Kostenberechnung in der LP3, obwohl unsere Leistungen üblicherweise in der LP1 und 2 zum Einsatz kommen.
    • Bezüglich der Betriebs- und Lebenszykluskosten haben wir vor allem in der Berechnung der Energie- und CO₂-Kosten einen sehr hohen Detailgrad. Die Lebenszykluskosten berechnen wir nach DGNB-Methodik mittels Barwertmethode unter Berücksichtigung von Herstellungskosten, Wartungs- und Wiederbeschaffungskosten, Energiekosten (dynamisch) und CO₂-Kosten (dynamisch).
    • Dabei kommt das gemeinsam mit dem Kunden abgestimmte ökonomische Szenario zum Tragen (Inflation, Diskontierung, jährliche Steigerungsraten für CO₂-Kosten, Energiekosten und Baukosten).

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